Game Changer – Wie Anleger bessere Finanzentscheidungen treffen

Game Changer – Das hört sich gut an. Wer von uns würde nicht gern das Spiel verändern? Insbesondere, wenn wir uns als Verlierer sehen. Und sind Finanzen nicht ein Verlierer-Spiel? Wer könnte es diesen Anlegern verübeln, dass sie sich als als Opfer der Banken und Versicherungen, der Politik oder der Umstände sehen?

  • Der Anleger, der nur die Hälfte dessen aus seiner Lebensversicherung erhält, was ihm einst in Aussicht gestellt wurde.
  • Der Anleger, der auf die lächerliche Verzinsung seiner Sparguthaben oder Tagesgelder blickt und von seiner Bausparkasse aufgefordert wird, den Altvertrag mit guten Zinsen aufzulösen.
  • Der Anleger, der von seiner Bank aufgefordert wird einen Nachschuss in seine Schiffsbeteiligung zu tätigen, damit diese nicht liquidiert werden muss.

 

Das kommt mir als Coach sehr bekannt vor.

 

Es fängt bei uns an

Jedes Coaching beginnt mit der Frage nach dem Ziel: „Was möchten Sie mit dem Coaching erreichen?“ Wer zum Coach geht, wünscht, dass sich etwas verändert – am liebsten die Anderen. So höre ich oft:

  • „Ich wünschte, mein Partner würde mich besser verstehen.“
  • „Ich wünschte, mein Chef würde mir mehr zutrauen.“
  • „Ich wünschte, mein Finanzberater würde meine Interessen vertreten.“

Im Laufe des Gesprächs reift regelmäßig die Erkenntnis beim Coachee, dass es ihm nicht möglich ist, das Verhalten seines Partners direkt zu verändern. Er kann nur bei sich anfangen und seine Einstellung und sein Verhalten ändern. Nur die eigene Veränderung bietet die Chance, beim Partner etwas zu bewirken. Er beginnt Verantwortung für sich und sein Tun zu übernehmen. (Was die anderen natürlich nicht ihrer Verantwortung für deren Taten enthebt.)

 

Der erste (nächste) Schritt ist der Wichtigste.

 

Ziel eines Coachings ist es, einen konkreten Schritt Richtung Lösung zu gehen. Dabei bewirken kleine Schritte oft Großes. Es kostet uns Energie und fällt uns schwer, unser Verhalten zu verändern. In mehreren Beiträgen am Jahresanfang 2017 habe ich über Gewohnheiten geschrieben und darüber, wie wir sie verändern können. Game Changer sind alternative Herangehensweisen, die eine große Wirkung haben – das Spiel verändern können. Welche Wirkung kleine Veränderungen haben und was wir bewirken, zeigt diese indianische Weisheit:

„Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.

Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Taten.

Achte auf Deine Taten,
denn sie werden Deine Gewohnheit.

Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter,
denn sie werden Dein Schicksal.“

Konzentriere Dich auf das, was Du selber beeinflussen kannst

Zauberer kennen das Geheimnis: Wir nehmen das wahr, worauf sich unsere Aufmerksamkeit richtet. Geschickt lenken sie unsere Wahrnehmung vom eigentlichen Geschehen ab. Auch Finanzmärkte üben diese magische Wirkung aus. Die einen blicken gebannt auf das Auf und Ab und den stetigen Nachrichtenstrom der Märkte, andere schauen ängstlich oder angwidert weg. Sie versäumen es, dahin zu schauen, wo die wichtigen Dinge passieren. Relevant für unser Leben sind nicht die Finanzmärkte, sondern, wie wir uns als Anleger entscheiden und verhalten.

„Nicht die Umstände, sondern Deine Entscheidungen bestimmen Deine Zukunft.“ Tony Robins

In diesem Beitrag geht es nicht darum, die Finanzindustrie zu verändern, so wünschenswert das wäre. Viel relevanter für den einzelnen Anleger ist die Frage: Was kann ich konkret tun, um das Spiel zu meinen Gunsten zu verändern?

 

Game Changer - Wie Anleger bessere Finanzentscheidungen treffen.

 

In den nächsten Beiträgen werde ich jeweils einen Game Changer vorstellen und zur Diskussion stellen. Je eine einfache Idee mit dem Potenzial, das Spiel positiv zu Gunsten des Anlegers zu verändern.

  1. Fragen
  2. Ziele
  3. Honorar statt Provision
  4. Perspektive wechseln
  5. Konzentration
  6. Passiv statt aktiv

 

 

Welche Game Changer kennen Sie?

Neue Wege in der Finanzberatung

Auf dem Wege rutscht des Nachts ein Betrunkener auf den Knien um eine Laterne rum. Ein Polizist sieht ihn und fragt ihn, was er da suche. Der Mann klagt: „Ich habe meinen Schlüssel verloren.“ Der Polizist hilft beim Suchen, doch, rund um die Laterne ist kein Schlüssel zu sehen. Schließlich fragt der Polizist: „Sind Sie sicher, dass Sie Ihren Schlüssel hier verloren haben?“ Und der Mann antwortet: „Nein, verloren habe ich ihn dahinten, aber da ist es viel zu finster, um zu suchen.“

Diese Geschichte vom „verlorenen Schlüssel“ verdanken wir dem Philosophen Paul Watzlawick. Finden Sie die Geschichte absurd? Denken Sie: „Das passiert mir doch nicht!“ Es ist offensichtlich, dass das nicht funktioniert. Uns Menschen ist es möglich, aus Fehlern zu lernen. Doch statt diese Chance zu nutzen, leugnen wir unsere Fehler und wiederholen sie immer wieder. Denn aus Fehlern zu lernen erfordert, die Komfortzone zu verlassen.

„Wenn Du immer wieder das tust,

was Du immer schon getan hast,

dann wirst Du immer wieder das bekommen,

was Du immer schon bekommen hast.“

Paul Watzlawick

Ich habe an der falschen Stelle gesucht

Ich komme mir vor wie der Betrunkene in dieser Geschichte. Auch ich habe an der falschen Stelle gesucht. Wie viele Berater war ich fasziniert von der Finanzwelt und der Börse. Es schmeichelt dem Ego, wenn sie als junger Anlageberater von gestandenen Kunden um Rat gefragt werden. „Was kauft man jetzt?“ „Was können Sie mir empfehlen?“ „Kann ich jetzt noch einsteigen?“

Mir hat die Finanzkrise 2008 die Augen geöffnet. Statt die Sorgen der Kunden zu teilen, machte sich das Bankmanagement in der Zentrale vor allem Sorgen um das Wegbrechen der Erträge.  Statt innezuhalten ein „weiter so“. Jetzt wäre die Stunde gewesen, die Sorgen der Kunden ernst zu nehmen und Konzepte zu entwickeln. Stattdessen sollten wieder Finanzprodukte die Lösung sein. Zu meinem Entsetzen, waren darunter die gleichen Produkte, die die Krise beschleunigt hatten. Es ist kein Zufall, dass die Geschichte vom „verlorenen Schlüssel“ den Untertitel „mehr desselben“ trägt.

 

Mein blinder Fleck

Meine ganze Aufmerksamkeit war auf die Finanzmärkte gerichtet. Dabei habe ich den Kunden übersehen, der vor mit saß. Ein Mensch, der entscheiden muss.

Wie kann ich ihm helfen? Um das herauszufinden, muss ich die Perspektive wechseln. Von meinem Expertenthron, runter auf den Stuhl des Kunden. Wenn ich gedanklich neben dem Kunden sitze und mit ihm auf sein Problem schaue, sieht die Welt ganz anders aus. Finanzmärkte sind für viele wie Sterne am Himmel. Sie funkeln, für manche faszinierend für andere beängstigend. Sie sind sehr weit weg. Kunden fragen sich:

  • Wem kann ich vertrauen?
  • Wie soll ich entscheiden, was ich kaum verstehe?
  • Wie wirkt sich das aus, wenn ich diesen Schritt tue?
  • Wie kann ich vermeiden, etwas falsch zu machen?
  • Kann ich mir das leisten?

Diesen Perspektivwechsel und neue Haltung habe ich im Coaching entdeckt. Als Coach führe ich einen partnerschaftlichen Dialog auf Augenhöhe. Ich nehme die Gefühle meines Kunden ernst und akzeptiere seine Sicht auf die Welt. Ich bewerte nicht, sondern hinterfrage. Mein Auftrag als Bankberater war es, Finanzprodukte zu verkaufen. Meine Mission als Finanz-Coach ist es, Menschen zu heranzuführen, eine gute Beziehung zu Geld und Finanzen zu entwickeln und bessere Entscheidungen für sich zu treffen.

 

Neue Perspektiven entdeckt

Wir nehmen nur das wahr, was wir suchen. Konzentrieren wir unsere Aufmerksamkeit auf eine Sache, sind wir in der Lage, alles andere auszublenden. Diese nützliche Fähigkeit wird zur Falle, wenn wir uns auf das falsche konzentrieren.

Ich habe mich auf die Suche gemacht und drei Perspektiven gefunden, wie ich privaten Kunden dabei helfen kann,

  • zu verstehen
  • zu entscheiden
  • und etwas zu erreichen.

 

  1. Wer etwas erreichen will, braucht einen Plan

Finanzplanung bedeutet noch mehr. Es lohnt sich, erst einen Plan zu machen bevor Sie einkaufen gehen. Der Einkaufszettel hilft, unnütze Ausgaben zu vermeiden. Wer Langfristziele verfolgt wie (Altersvorsorge, Hausbau, Ausbildung der Kinder), tut gut daran, strategisch zu planen. Nur wer sein Ziel kennt, hat Orientierung und kann seinen Fortschritt messen.

  1. Geld verstehen

Tun wir etwas aus eigener Erkenntnis und sind überzeugt, wirkt das nachhaltig. Hier setzt Finanz-Coaching an. Statt Menschen zu sagen, was Sie tun sollen, hilft der Finanz-Coach dem Kunden herauszufinden, was er braucht. Er hilft dem Kunden, sich selber, seinen Partner und Geld und Finanzen besser zu verstehen. Eine gute Basis, um Geldentscheidungen zu treffen.

Finanz-Coaching bezieht die emotionale Ebene bewusst ein. Geld weckt starke Emotionen. Es ist sinnvoll sie nicht zu unterdrücken, sondern bewusst wahrzunehmen und einzubeziehen.

  1. Interessenkonflikte vermeiden

Wir sind gewohnt, Beratung gratis zu erhalten und bereit, für Finanzprodukte zu bezahlen. In Finanzprovisionen stecken dreifach Kosten:

  1. Einmalkosten für die Konzeption (Scaleneffekte)
  2. Verwaltungskosten und
  3. Vertriebskosten. Das Groh der Provisionen fließt – für den Kunden nicht transparent – als Verkaufsförderung an den Vertrieb. Für den Kunden stellt sich die Frage: „Wird mir das Produkt empfohlen, weil es gut für mich ist oder weil der Berater besonders viel daran verdient?“

In der Honorarberatung stellt sich diese Frage nicht. Ein Honorarberater darf keine Provisionen von Dritten wie Produktanbietern annehmen. Er wird direkt, offen und transparent für seine Leistung vom Kunden bezahlt. So lassen sich potentielle Interessenkonflikte vermeiden. Viele Produzenten bieten bereits Netto-Produkte an. Das sind Finanzprodukte ohne Vertriebsprovisionen. Diese werden nur von Honorarberatern angeboten. Sie werden staunen um wieviel günstiger diese sind.

Ich bin einen neuen Weg gegangen

Um diese Ideen zu realisieren, musste ich die Bank verlassen. Der Fokus der Bank liegt ganz klar auf dem kurzfristigen Ertrag durch Verkauf von Finanzprodukten. Dabei gehen so viele interessante Perspektiven verloren. Ich habe es gewagt, den Schlüssel da zu suchen, wo ich ihn vermute und nicht länger vergeblich unter der Laterne im Finanzdistrikt.

Ich bin reich belohnt worden. Zuvorderst durch wunderbare Menschen, Kunden, Coaches und Berater,

  • die ebenfalls auf der Suche sind nach neuen Wegen,
  • die erkannt haben, dass immer neue Finanzprodukte nicht die Lösung sind
  • und die bereit sind, neue Wege zu gehen.

Ich habe mir wissenschaftlich fundiertes Wissen angeeignet, statt Börsenbriefe zu lesen. Ich habe im Coaching sehr viel über Menschen gelernt und Wege, ihre Potenziale zu fördern. Ja ich habe sogar ganz neue Produkte entdeckt – Nettoprodukte – nicht mehr als Lösung, sondern als Werkzeuge. Und ich finde Sinn in dem was ich tue.

Meine Mission ist es, Menschen zu helfen, sich und Geld besser zu verstehen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

 

Wo suchen Sie?

Suchen Sie noch unter der Laterne?

Machen Sie noch immer „mehr desselben“, obwohl es nicht funktioniert?

Was ist Ihr blinder Fleck?

Machen Sie sich auf die Suche. Es lohnt sich. Gern begleite ich Sie dabei. Sollten Sie noch nicht Abonnent dieses Blogs sein, melden Sie sich in der Sitebar an.

So vermehren Sie Ihr Vermögen

Vermögen verbinden wir mit Geld und übersehen beim Blick auf die Zahlen, dass Vermögen Potenzial ist. Das Geld ist Potenzial, daraus mehr zu machen. Wir sind Potenzial, da wir mehr vermögen, als unser Geld. Als Finanz-Coach denke ich nicht wie ein Vermögens-Verwalter, sondern bin Potenzial-Entwickler.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie unter dem Titel Frühjahrsputz für Ihre Finanzen. Fast alle Menschen die zu mir kommen suchen Klarheit. Sie wollen verstehen, Ihre Finanzen, sich selber, Ihren Partner und Ihre Beziehung zu Geld. Die Frühjahrsputz-Idee steht dafür, es endlich anzupacken und aufgeräumt ins Leben zu gehen. Wer etwas erreichen will, muss wissen, wo er steht. Dafür steht die Vermögens-Bilanz. Während Finanzberater üblicherweise einen Status erstellen, betrachten Finanzplaner auch künftige Geldflüsse bei der Frage „Wie vermögend bin ich?“. Heute schauen wir uns an, um wieviel „reicher“ die Perspektive eines Finanz-Coaches ist.

„Geld hat noch keinen reich gemacht.“ (Seneca 1-65)

Die Quelle des Vermögens

Ist es nicht erstaunlich, was aus einem Samenkorn erwächst? Genau wie jeder Baum, jedes Leben einem Samen entspringt, hat auch unser Vermögen eine Quelle. Kennen Sie die Quelle Ihres Vermögens?

Bleiben wir zunächst beim Geld. Wo kommt Ihr Geld-Vermögen her?

  • Haben Sie es sich erarbeitet?
  • Wurde es Ihnen geschenkt?
  • Haben Sie es ererbt?

Sind Sie selber die Quelle? Sind Sie sich dessen bewusst?

Oder kommt es von Dritten und was bedeutet das für Sie? Was ist Ihr Beitrag? Gehen Sie respektvoll und achtsam damit um oder ist es scheinbar da, wie der Strom aus der Steckdose?

Alles Wachstum hat eine Quelle, auch unser Vermögen.

 

Die Kraft der Quelle

Geld fließt, wir nennen das Cash-Flow. Die Bedeutung des Cash-Flows für Vermögen beschreibt Robert T. Kiyosaki in seinem Buch „Rich Dad, Poor Dad“. Darauf bin ich im ersten Teil eingegangen.

Fließt das Geld zu Ihnen hin oder von Ihnen fort?

Beides? Das macht Sinn. Denn Geld sollte fließen, so wie Blut im Körper zirkuliert und uns damit Leben und Entwicklung ermöglicht. Staut sich das Geld ist es nutzlos, der Lebensfluss stagniert. Fließt es nur ab und wir geben dauerhaft mehr aus, als ein, sind wir bald blutleer und schlapp. Welche Kraft ein steter Strom entwickeln kann, zeigt die Natur (Flußbett). Finanztechnisch sprechen wir vom achten Weltwunder, dem Zinseszins.

Wer über die Quelle seines Vermögens nachdenkt, wird zwangsläufig auf etwas stoßen, was nicht Geld ist. Das Geld anzuziehen, es zu mehren und fließen zu lassen, beruht auf Wissen, Fähigkeiten und Energie. Hinzu kommt der Faktor Zeit.

 

Wissen und Fähigkeiten

Wissen ist heute kein limitierender Faktor mehr. Noch nie stand uns Menschen so viel Wissen zur Verfügung und das – Dank Internet – jederzeit. Umso bedeutender wird die Fähigkeit, zu verstehen. Verstehen bedeutet, Wissen einordnen zu können, Zusammenhänge zu erkennen und – ganz entscheidend – zu wissen, was man nicht weiß.

Eine entscheidende Kompetenz in unserer vernetzten Welt ist es, mit anderen zu interagieren und zu kooperieren.

  • Wie gut gefüllt ist Ihr Kompetenz-Konto?
  • Wie steht es um Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten?
  • Welches Potenzial liegt in dem, was Sie gut können?
  • Welche Ressourcen haben Sie?
  • Würde es Ihnen helfen, Geld besser zu verstehen?

 

Energie und Gesundheit

Die besten Kompetenzen nützen Ihnen nichts, wenn Sie es nicht vermögen, diese auf die Straße zu bringen. Dazu benötigen Sie Energie. Unser Körper ist darauf programmiert, Energie zu sparen, wo es geht. Dieses Phänomen begegnet uns bei den Gewohnheiten. Es fällt uns schwer unsere Komfortzone zu verlassen, es kostet Energie. Umso wichtiger ist es, unseren Energie-Haushalt aufzufüllen.

Zu mir kommen Menschen, die sich schwertun, zu entscheiden. Sie beschäftigt die Frage: Wie kann ich sicher sein, die richtige Entscheidung zu treffen? Ein gutes Gefühl, welche Richtung Ihnen guttut, erhalten Sie, wenn Sie sich fragen: Was bringt mir Energie? Was nimmt mir Energie? Was unseren Energie-Haushalt auffüllt, eröffnet Potenzial für mehr.

In diesem Zusammenhang lohnt ein Blick auf die Gesundheit. Krankheiten sind limitierende Faktoren. Auch wenn manch einer in einer Krise – und Krankheiten sind Krisen unseres Körpers – seine Potenziale entdeckt, nur Gesunde sind voll leistungsfähig.

Gesundheits-Prävention ist Vermögensbildung.

 

Wie steht es um Ihre Gesundheit? Was tun Sie, um sich voll leistungsfähig zu halten?

 

Der Faktor Zeit

Dem Faktor Zeit kommt eine besondere Bedeutung zu.

Das Samenkorn braucht Zeit, sich zu einem mächtigen Baum zu entwickeln. Der Zinseszins entfaltet seine Kraft erst nach einer gewissen Zeit.

Selbst Vermögensgegenstände erhalten Ihren Wert erst durch die Zeit. Der Wert einer Immobilie oder einer Aktie entspricht der Summe der erwarteten Ertragszuflüsse in der Zukunft, bewertet zum Gegenwartswert (Barwert).

Bei der Geldanlage ermöglicht erst ein langer Anlagehorizont eine Investition. Der Anlagehorizont ist der Zeitraum, den ich überblicken kann, bis ich mein Geld voraussichtlich brauche. Wer wenig Zeit hat, spekuliert auf kurzfristige Effekte. Das ist sehr riskant.

 

Der Faktor Zeit hat Einfluss auf

  • Die Bewertung unseres Vermögens (Preis, Kurs)
  • Unser Human-Kapital (künftiges erwartetes Erwerbseinkommen)
  • Unsere Rentenansprüche (Zeit ist Faktor in der Rentenformel – Je länger wir Beiträge zahlen, je höher die Rente)
  • Den Charakter unserer Geldanlage (Investition oder Spekulation)
  • Die Rendite-Chance (Zinseszins)

 

Ganzheitliche Vermögensbilanz

Betrachten Sie Ihr Vermögen nicht nur in Zahlen. Hierbei hilft eine ganzheitliche Vermögens-Bilanz. Entscheidend sind nicht die Zahlen, sondern Ihre Bewertung. Statt Zahlen enthält sie drei Ebenen und eine Warnstufe.

  • Hoch
  • Mittel
  • Niedrig
  • LEER

 

Betrachten Sie Ihr Vermögen ganzheitlich:

 

So erkennen Sie auf einen Blick, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen. Kritisch wird es, wenn ein Feld leer ist:

  • Kein Kapital
  • Keine Zeit
  • Keine Energie

Dann sollten die anderen Felder umso voller sein:

  • Ein junger Mensch hat oft kein Kapital und keine Rentenansprüche. Dafür hat er noch viel Zeit, ein hohes Humankapital und hoffentlich viel Energie.
  • Ein älterer Mensch ohne Rentenansprüche braucht entweder Kapital als Einkommensquelle oder Fähigkeiten und Energie, um dies zu kompensieren.
  • Ein kranker Mensch braucht womöglich, Kapital und Zeit um seine Behandlung bezahlen zu können und sie wirken zu lassen.

Welche Beispiele fallen Ihnen ein?

 

Vermögens-Verwalter oder Potenzial-Entwickler?

Vor dieser Frage stand ich, als ich mein eigenes Konzept entwickelte, um privaten Kunden beim Thema Geld zu helfen.

Als Finanz-Coach bin ich Potenzial-Entwickler und kein Vermögens-Verwalter.

 

Um wieviel reicher ist die Perspektive eines Potenzial-Entwicklers. Statt Vermögen zu verwalten und sich auf Zahlen zu fixieren, konzentriere ich mich in meiner Arbeit auf Ressourcen und Potenziale. Alle Menschen, die zu mir kommen, bringen Ressourcen mit. Oft sind sie sich nicht bewusst, welch hohen Wert diese haben. Sie zu entdecken, setzt Energie frei. Und Energie ist das entscheidende Feld Ihrer Vermögensbilanz. Sie verwandelt Ihre Ressourcen in Potenziale, die sich entfalten.

„Geld ist eine Form von Energiespeicherung.“ John Culkin

Wer über Geld nachdenkt, denkt über sich nach. Was wir über Geld denken, sagt mehr über uns, als über das Geld.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Gedanken. Glauben Sie an Ihr Vermögen, denn es ist Potenzial.

 

 

Machen Sie Ihre eigene Vermögensbilanz: PDF als DOWNLOAD hier: LS_Vermögens-Bilanz

 

Gehe nie einkaufen ohne Einkaufszettel

Teure Gewohnheiten beim Einkaufen und wie Sie sich davor schützen

  • Warum geben Menschen mehr Geld aus, als sie haben?

  • Warum gehen wir Shoppen obwohl wir alles haben?

  • Warum geben wir Geld für Fitness-Center aus, die wir nicht nutzen?

All das hat viel mit Gewohnheiten und damit unbewussten Prozessen zu tun. Doch wie ist das vereinbar mit unserem freien Willen? Wollen wir das wirklich? Oder hindert uns manche Gewohnheit daran, das zu erreichen, was wir eigentlich anstreben? Wir Menschen haben eine Fähigkeit, die uns definitiv von anderen Lebewesen unterscheidet.

Wir können uns selber beobachten und unser Verhalten reflektieren.

 

Im Einkaufsrausch

Warum gehen Sie einkaufen? Weil Sie etwas dringend brauchen? – Eher selten, das Meiste haben wir schon. Shoppen ist heute ein Erlebnis, eine Gewohnheit zu der es uns immer wieder drängt. Kaum haben wir frei, gehen wir shoppen. Viele sind sich sicher, dass Einkaufen sie glücklich macht. Das sagt uns jede Werbung und außerdem tun es alle. Vor Weihnachten sind die Einkaufscentren voll und vermitteln uns das Gefühl, dabei zu sein.

Ich habe in den letzten Monaten aufgeräumt und Unmengen Kram weggeben, Dinge, die ich gekauft hatte, aber kaum genutzt. Was kaufen Sie, wenn Sie eigentlich nichts brauchen? Bei mir sind es Bücher und CDs. Bei anderen Kleidung oder Elektronik. Doch haben Sie sich einmal selber beobachtet? Ich habe es getan und festgestellt:

Das größte Glück empfinde ich auf dem Weg in die Stadt, ein leichtes Prickeln, dass es gleich losgeht. Doch wenn ich im Geschäft stehe, weicht dieses Gefühl einer Anspannung. An manchen Tagen gerate ich in einen Kaufrausch und gebe viel Geld aus, an anderen geht nichts. Dann fühle ich mich überfordert von den vielen Angeboten, dem Lärm und dem Stress. An der Kasse spüre ich oft Ungeduld und negative Gefühle gegenüber anderen Kunden, die zu langsam sind oder sich vordrängeln. Auf dem Nachhauseweg fühle ich mich selten so gut, wie auf dem Hinweg. Besonders frustriert bin ich, wenn ich mich nicht entscheiden kann oder mich zu Hause das schlechte Gewissen einholt, wofür ich so viel Geld ausgegeben habe.

Ein interessantes Erlebnis hatte ich, als ich einmal meine Geldbörse zu Hause vergessen hatte. Ich bin trotzdem Shoppen gegangen und es war viel entspannter. Ich habe sogar ein paar Hemden entdeckt, die ich unbedingt kaufen wollte. Ich fuhr nach Hause mit dem festen Vorsatz, die Hemden bei nächster Gelegenheit zu kaufen. Sie ahnen es schon. Ich habe die Hemden bis heute nicht gekauft – warum auch, ich brauche keine.

Wie ergeht es Ihnen beim Einkaufen?

 

Neuromarketing zielt auf unser Belohnungssystem

 

Neuromarketing setzt psychologisches Wissen aus der Gehirnforschung zu Marketingzwecken ein. Eine wichtige Rolle im Belohnungssystem spielt der Nucleus Accumbens, ein Teil des limbischen Systems. Dieses Belohnungssystem versuchen die Marketingfachleute zu aktivieren. Der Reiz soll Verlangen auslösen:

  • die Verpackung (geheimnisvoll, groß, edel)
  • ein Versprechen (GRATIS, 50% billiger, ein Quick Win)
  • ein Signal (SALE, das „M“ von Mc Donalds, NEU)

 

Wie bringt uns das Belohnungssystem zum Handeln? Das Gehirn schüttet Dopamin aus, ein Neurotransmitter. Brian Knutson, Neurowissenschaftler in Standfort, hat nachgewiesen, dass das Dopamin Glück verheißt und uns damit zum Handeln bringt.

Unsere einzige Chance liegt auf der Ebene des Bewusstseins. Im Präfrontalen Cortex, Teil des Frontallappens der Großhirnrinde, laufen wichtige Informationen zusammen. Er ist das oberste Kontrollorgan für Entscheidungen. Doch wie wir über Willenskraft gelernt haben, kostet das Energie.

Selbstregulation beginnt mit Selbstbeobachtung. Sie kann helfen, dass wir Wünsche nicht mit Erfüllung verwechseln.

 

Wirkungsvolle Trigger

Studien von B.Knutson zeigen, dass das Gehirn auf hohe Preise mit einer instinktiven Schmerzreaktion reagiert. Um diese Hürde zu nehmen braucht es Dopamin. Es macht uns risikofreudiger und impulsiver. Gängige Trigger:

  • Gratis-Kostproben, „2 zum Preis von 1“ oder „50% Rabatt“ führen dazu, dass der Körper Dopamin ausschüttet.
  • Ein hoher Preis wird durchgestrichen und ein neuer, niedrigerer Preis daneben geschrieben. Uns Gehirn rechnet blitzschnell die Ersparnis aus und verbucht sie, wider jede Logik, als Gewinn.
  • Stehen wir unter Zeitdruck, erleben wir das Ganze noch intensiver. Vielleicht kennen Sie ja einige Angebote im Internet. Sogenannte „einmalige Chancen“. Ihnen wird ein Onlinekurs, der angeblich 10.000 Euro wert ist zu sensationellen 299 Euro angeboten. Sie müssen sich in 15 Minuten entscheiden – ab jetzt. Die Uhr läuft! – Sie verspüren einen steigenden Entscheidungsdruck. Entscheiden heißt Abschied nehmen, entweder von diesem einmaligen Angebot oder von Ihren 299 Euro. Einige empfinden diesen Druck als unerträglich.

Unser Belohnungssystem spricht stark auf Dinge an die NEU sind und Abwechslung versprechen. Große Gewinn sind viel aufregender als eine garantierte kleine Belohnung. Darum spielen Menschen lieber Lotto als garantierte Zinsen auf einem Sparkonto zu erhalten.

Weitere Methoden, die Preishürde zu nehmen, bieten unsere Zahlungsgewohnheiten. Das Bezahlen mit Karte oder per Handy senkt nochmals die Hürde. Es fehlt das haptische Miss-Gefühl, welches es auslöst, Geld zu zählen und es weggeben zu müssen.

 

Entscheidungsmüdigkeit im Supermarkt

Ein guter Verbündeter aller Verkäufer ist die Entscheidungsmüdigkeit. Eine typische Aussage eines Einkaufsstress-geplagten Ehemannes beim Aussuchen einer neuen Wohnungseinrichtung:

„Am Ende hätte ich alles genommen.“

Entscheidungsmüdigkeit erklärt, warum ansonsten rational denkende Menschen sich manchmal gehen lassen. Sie tun Dinge, die nicht in ihr normales Verhaltensschema passen. Immer wieder hört man von Politikern oder Wirtschaftsbossen, die ständig entscheiden müssen, dass Sie in einem Moment schwach waren. Sie tun Dinge von denen klar ist, dass sie ihnen schwer schaden können (Bill Clinton, Strauss-Kahn, Wulff, Beckenbauer …). Eine Theorie erklärt dies mit erschöpfter Willenskraft. Andere mit einem übersteigerten Selbstbild. Doch erschöpfte Willenskraft betrifft uns alle.

Warum sind im Supermarkt die Süßigkeiten immer an der Kasse?

Nicht nur Kinder, auch wir Erwachsenen sind betroffen. In dem Moment, wo unsere Willenskraft durch die vielen Angebote und das ständige Entscheiden bereits geschwächt ist, wird unser Belohnungssystem erneut aktiviert. Das Gehirn braucht Energie, um den Verstand zu aktivieren. Unser Körper weiß, die schnellste Möglichkeit ist der Schokoriegel. Verstärkt wird das Ganze dadurch, dass wir Gefühle stärker wahrnehmen, wenn wir geschwächt sind.

Schnäppchenjäger freuen sich häufig so über Ihre Ersparnis, dass Sie mehr kaufen. Ganz im Sinne der Werbung:

„Hier sparen Sie mit jedem Einkauf.“

Welche Fallen uns bei der Änderung von Gewohnheiten drohen und wie Sie sich schützen erfahren Sie in der Checkliste mit Anleitung exklusiv für Abonnenten des Blogs.

 

Entscheidungsmüdigkeit beim Online-Shopping

Im Internet erleben wir viele Dinge noch intensiver. Das Angebot ist schier unerschöpflich. Ständig begegnen uns Angebote im Netz. Viele davon personalisiert. Wiederholte Ansprachen, weil wir uns einmal für etwas ähnliches interessiert haben oder unsere Peergroup so etwas kauft. Das fehlende Erlebnis aus Supermarkt oder Einkaufscentren, wo wir uns mit tausenden anderer tummeln wird ersetzt durch

  • Aussagen wie „Andere, die X gekauft haben, kauften auch Y“
  • Testimonials oder Bewertungsportale
  • Zähler, die zeigen, wie viele dabei sind.

Obwohl unser Kontostand nur einen Klick entfernt ist, kaufen wir meist, ohne diesen zu prüfen. Mit Paypall, Kreditkarte oder Click and Buy. So leicht wie möglich.

Der Fitness-Club Effekt

Immer wieder schließen wir Verträge ab, die wir anschließend nicht nutzen. Von Theater-Abo bis Vereinsmitgliedschaft. Oft führen unsere guten Vorsätze dazu, dass wir langfristige Verträge abschließen und anschließend die Lust verlieren. Besonders ärgerlich langfristige Kündigungsklauseln. Doch selbst, wenn wir das Problem erkennen, zahlen wir oft für reine Hoffnungen. Der Klassiker ist hier der Fitness-Club. Im Januar eingetreten, spätestens im März, die Lust verloren, kündigen wir nicht. Wir reden uns ein, wieder hinzugehen. Wir weigern uns, unseren guten Vorsatz mit der Kündigung zu begraben. Und zahlen weiter und weiter, sehr zur Freude des Fitness-Studios.

Wie viele solcher Verträge, Mitgliedschaften und Abos haben Sie laufen, die Sie nicht nutzen?

Gibt es etwas Sinnloseres als für etwas zu bezahlen, das Sie nicht nutzen?

 

Wie preiswert sind dagegen:

  • das teure Lieblingskleid
  • der teure Laptop, den wir täglich nutzen
  • oder der teure Erlebnisurlaub an den wir uns noch Jahre später erfreuen?

Überprüfen Sie Ihre Gewohnheiten. Sie werden sich wundern, wieviel Geld Sie für Dinge zur Verfügung haben, die Sie glaubten sich nicht leisten zu können:

  • Altersvorsorge
  • Finanzplanung
  • Spenden

Oder was immer Ihnen persönlich wirklich Freude bereitet.

 

Gehe nie einkaufen ohne Einkaufszettel

Um den vielfältigen Verlockungen nicht zu erliegen, müssen wir unseren Verstand einschalten. Ohne Willenskraft und eine gute Strategie sind wir hoffnungslos verloren. Wir haben garantiert an der Supermarktkasse Dinge im Einkaufswagen, die wir nicht brauchen.

Erst nachdenken, dann handeln!

Impulskäufe sind teuer. Nicht nur, weil wir viel Geld ausgeben, sondern noch mehr, weil wir Dinge kaufen, die wir nicht brauchen und nicht nutzen. Besonders langfristige Ratenverträge mit langen Kündigungsfristen kommen uns teuer zu stehen.

Zwei Verhaltensweisen helfen:

  1. Machen Sie bevor Sie einkaufen gehen und sich den Auslösereizen aussetzen einen Plan.
  • Beim Einkaufen von Konsumgütern heißt das: Einkaufszettel schreiben
  • Beim Kauf von Finanzprodukten heißt das: Finanzplan machen
  1. Lassen Sie sich Zeit vor wichtigen Abschlüssen über hohe Summen oder langfristige Verpflichtungen: Mindestens eine Nacht drüber schlafen

Wenn Sie sich diese beiden Regeln zur Gewohnheit machen, werden Sie viel Geld sparen und Ihr Geld für Dinge einsetzen, die Ihnen wirklich Mehrwert bringen.

 

Welche Erfahrung haben Sie gemacht?

 

 

 

Geldgeschenke zu Weihnachten?

Verschenken Sie Geld oder Gutscheine zu Weihnachten? Sind Sie sich der Wirkung von Geld bewusst? Was praktisch und neutral erscheint, ist in Wirklichkeit hoch emtional.

Haben Sie alle Weihnachtsgeschenke gekauft? Oder machen Sie es, wie immer mehr Menschen und verschenken Geld oder Gutscheine. Ist doch auch viel praktischer. Da kann sich der Beschenkte das kaufen, was er mag. Hat doch sowieso jeder schon alles. Soweit die praktische Seite.

Weihnachten und Schenken sind keine Erfindung des Einzelhandels. Sie haben ihren Ursprung im Glauben und der Nächstenliebe. Was bedeutet es da, wenn wir Geld schenken? Sind Geldgeschenke weniger persönlich? Sind sie einfach nur praktischer oder Kommerzialisierung pur?

 

Wie wirkt Geld?

Sie können mit Geld Gutes tun oder Unheil anrichten. Das Geld selber ist neutral. Ja es funktioniert wie eine weiße Wand. Auf diese projizieren wir – wie im Kino – unsere Erwartungen, unsere Hoffnungen und Ängste. Trotz dieser Neutralität lässt es niemanden kalt. Geld löst Emotionen aus. Unsere individuelle Leinwand ist nicht mehr leer. Es laufen dort ständig Filme ab, die unserem Erfahrungsschatz entspringen. Besonders prägt unsere Kindheit, wo alles noch neu war und wir Emotionen noch nicht verdrängt haben.

Die einen vergöttern das Geld und tun alles, um es zu mehren. Andere lehnen Geld ab, als schmutzig und Übel der Welt. Jeder Mensch hat eine eigene Identität zu Geld. Die Wirkung von Geldgeschenken fällt vor diesem Hintergrund sehr unterschiedlich aus.

Geld löst starke Emotionen aus. Wissenschaftler sind in der Lage, das zu messen. Die Hirnforschung kann feststellen, welche Areale in unserem Gehirn aktiviert werden. Brian Knutson, Hirnforscher an der Standfort University, hat die Emotionen von Menschen so gemessen.

Gehirnforscher: Auf keinen Reiz reagiert unser Belohnungssystem so stark, wie auf Geld.

 

Das sollten Sie bedenken, wenn Sie Geld verschenken.

Geld ist Beziehung. Im Geld äußert sich unsere Beziehung zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen.

  • Welche Beziehung haben Sie zu Ihrem Geld?
  • Halten Sie es verbissen zusammen?
  • Schämen Sie sich dafür?
  • Können Sie es genießen?
  • Es mit Freuden ausgeben?
  • Es mit Energie vermehren?

Geld braucht unseren liebevollen Blick, unsere Zuwendung. Denn im Geld erkennen wir uns selbst. Sie erinnern sich, die weiße Leinwand. Alles was wir darauf sehen, hat unser Geist erschaffen.

Jeder von uns lebt in seiner Wirklichkeit. Sie bestimmt, wie Geld wirkt. Diese Erkenntnis hat etwas Befreiendes. Es geht nicht darum, alles richtig zu machen, keine Fehler machen zu dürfen. Es geht darum, das Richtige zu tun, unserem Herzen zu folgen und achtsam zu sein, was unser Tun bei anderen auslöst.

 

„Wir können nicht, nicht kommunizieren.“ Paul Watzlawick

Auf die Haltung kommt es an. Alle unsere (Nicht-)Handlungen interpretieren unsere Mitmenschen vor dem Hintergrund ihrer Wirklichkeit. Die höchste Chance, dass unsere Botschaft so ankommt, wie sie gemeint ist, haben wir, wenn wir authentisch sind. Wenn Sagen und Tun, Körperhaltung, Stimme und Augen stimmig sind. Wenn wir von reinem Herzen schenken.

Wir Menschen haben sehr sensible Antennen dafür, wie stimmig eine Botschaft ist. Geldgeschenke bedürfen besonderer Sensibilität. Viele Menschen haben starke Glaubenssätze zu Geld, die es ihnen unmöglich machen, die Botschaft zu erkennen.

  • Wer glaubt, das Geld korrupt macht, dem wird es schwer fallen, es anzunehmen.
  • Wer sich dafür schämt, Geld anzunehmen, ohne etwas dafür zu leisten, hat eine hohe Hürde.
  • Wer glaubt, dass er sich mit Geld Zuneigung kauft, der strahlt dies aus und erntet Misstrauen.

Wir haben viele solcher Glaubenssätze zu Geld. Manche sitzen sehr tief. Wir identifizieren uns mit ihnen. Unsere Wirklichkeit sehen wir dann als einzig mögliche Wahrheit. In unsere Wahrnehmung gibt es viele blinde Flecke. Das schränkt uns ein.

Weihnachten: Wer Geld schenkt, sollte sich bewusst sein, dass jeder auf Geld etwas anderes projiziert.

Der Zauber von Coaching

Gerade weil Geld ein so sensibles Thema ist, das uns in unserem Innersten berührt. Weil es Gefühle auslöst, die uns in Berührung bringen mit unserer Identität. Gerade deshalb braucht es eine Coaching-Haltung beim Gespräch über Geld.

Diese Haltung zeichnet sich dadurch aus, dass sie anerkennt, dass jeder Mensch in seiner Wirklichkeit lebt, seine Sicht auf die Welt hat. Als Coach erlebe ich, wie unterschiedlich, diese Sicht auf die Welt sein kann. Es ist faszinierend, welche Chancen, Energie und Kraft es in Menschen frei setzt, wenn sie es sich erlauben, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Als Coach bin ich Begleiter, der Menschen einlädt,

  • ihre Wirklichkeit zu erweitern,
  • neue Perspektiven zu erkennen,
  • neue Optionen entdecken, Ihre Potenziale zu entfalten.

 

Werkzeuge sind Hilfsmittel, aber nicht die Lösung

Was haben Produkte, Methoden und Theorien gemeinsam? Es sind Werkzeuge. Mit ihnen können Sie Positives bewirken oder Schaden anrichten. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern wozu Sie es einsetzen.

Finanzprodukte werden oft als Lösungen verkauft. Sie können damit Unterschiedliches bewirken. Mit einer Verkaufsoption beispielsweise können Sie spekulieren oder Ihre Position absichern.

Was im Finanzsektor die Produkte, sind im Coaching die Methoden. Sowie einige Berater auf bestimmte Produkte schwören, so propagieren einige Coaches bestimmte Methoden. Wissenschaftler wiederum sind oft fixiert auf ihre Theorie.

Ein guter Berater oder Coach setzt nicht einseitig auf ein Produkt oder eine Methode, sondern wendet unterschiedliche Lösungen auf unterschiedliche Probleme an.

„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, der sieht in jedem Problem einen Nagel.“ Paul Watzlawick

Haltung reduziert Komplexität

Entscheidungen in komplexer Umgebung fallen uns schwer. Es ist umfangreich und kompliziert, alle Parameter zu dokumentieren und zu gewichten. Aus einer bestimmten Haltung fallen Entscheidungen leichter – quasi zwangsläufig ergibt Eins das Andere.

Kommen wir auf unsere Ursprungsfrage zurück. Sollen Sie einer bestimmten Person zu Weihnachten Geld schenken?

Statt eine Tabelle aufzustellen mit sämtlichen Für und Wider, entscheiden Sie aus Ihrer Haltung. Schenken Sie aus reinem Herzen, weil Sie dem anderen etwas geben wollen. Tun Sie es nicht aus einer Verpflichtung heraus, nicht, um etwas zurück zu erhalten, nicht, um Ihr Ansehen zu fördern. Sie werden automatisch sensibel sein dafür, wie Ihre Botschaft ankommt – auf welche Wirklichkeit des anderen sie trifft.

Sie entscheiden nicht nur rational, sondern hören auf Ihre Gefühle. Sie zapfen eine Quelle an, die viele Entscheidungen leichter macht, Ihre Intuition. Sie hilft Ihnen, das Richtige zu tun. Vertrauen in die eigene Intuition ist gesundes Selbstvertrauen.

 

Geld und Weihnachten

Wenn Sie zu Weihnachten Geldgeschenke erhalten oder selber Geldgeschenke machen wollen, denken Sie einmal darüber nach:

  • Was sagt das Geld über Sie? Welche Gefühle löst es bei Ihnen aus?
  • Auf welche Wirklichkeit wird es beim Beschenkten treffen?
  • Schenken Sie von reinem Herzen und nehmen Sie Geldgeschenke vorbehaltlos an?
  • Was hindert Sie noch daran?
  • Was würde sich für Sie verändern, wenn Sie es tun könnten?

Vertrauen Sie Ihrer Intuition.

Ich freue mich auf Ihre Anmerkungen.

So machen Ihre Finanzen Sinn

„Mir fehlt der Sinn für Finanzen. Ich kann damit nichts anfangen.“ Vielen Menschen fehlt eine Beziehung zu Geld und Ihren Finanzen.

 

Wer will es Ihnen verübeln? Über Geld redet man nicht. In der Schule lernt man nichts darüber und die Nachrichten sind voll von Skandalen, Schulden und so merkwürdigen Dingen wie Negativzinsen. Wer blickt da noch durch?

„Sinnvoll ist, was uns wirklich berührt.“   Natalie Knapp

 

Was hat das mit mir zu tun?

Diese Frage ist der Schlüssel um eine Beziehung aufzubauen. Und nur, wenn ich eine Beziehung zu einem Thema habe, kann ich es verstehen. Beginnen wir mit dem Geld. Am Geld kommt niemand vorbei. Wir alle gehen täglich damit um und haben es in der Hand, wie wir dies tun:

  • achtsam
  • unbewusst
  • machtbewusst
  • ängstlich
  • ablehnend

um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Unser Umgang mit Geld bestimmt, ob wir es anziehen oder abstoßen, ob wir es festhalten oder weitergeben oder ob es uns unter den Fingern zerrinnt. Wer sich anschaut, wo überall Geld im Spiel ist, der gewinnt leicht den Eindruck, dass es im Leben fast immer um Geld geht. Doch wer genauer hinsieht, der erkennt, dass es eigentlich nie um Geld geht. Sondern um starke Emotionen. Nirgends wird das so offensichtlich wie bei Scheidungen und Erbstreitigkeiten. Oft wird bis auf das Messer um jeden Euro gekämpft, aber dahinter stecken verletzter Stolz, enttäuschte Liebe, Ängste, Neid und Missgunst. All das projizieren wir auf Geld. Genauso wie unsere Wünsche und Hoffnungen.

Im Leben geht es fast immer ums Geld, doch schaut man genau hin geht es nie um Geld.

 

Was zählt im Leben?

Den klarsten Blick für den Sinn des Lebens haben Sterbende. Kennen Sie dieses Buch?

Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern

Ich zitiere die Autorin Bronnie Ware. Sie hat Sterbende begleitet und Ihre Erfahrungen zusammengefasst:

  1. „Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.“
  2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.“
  3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.“
  4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten.“
  5. „Ich wünschte mir, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.“

In keinem dieser fünf Dinge kommt Geld direkt vor. Es geht um Beziehung, zu mir, zu anderen Menschen, zum Leben. Und dennoch spielt Geld eine wichtige Rolle, weil es so allgegenwärtig ist. Weil das Geld ein Spiegel unserer selbst ist, brauchen wir zu Geld eine gute Beziehung.

 

Warum ist Geld wichtig für Sie?

Menschen, denen ich diese Frage stelle sind regelmäßig überrascht und schauen mich fragend an. Das meint der nicht im Ernst? Als Finanzmensch?

Bleibe ich hartnäckig, erhalte ich Antworten wie:

  • Geld bedeutet für mich Freiheit
  • Geld gibt mir Sicherheit
  • Geld bedeutet Unabhängigkeit
  • Wir wollen ein Haus bauen
  • Geld bedeutet Erfolg

Wirkungsvolle Fragen sind solche, bei denen der Gefragte nicht gleich eine Antwort weiß. Spontanen Antworten sind oft vorgefertigt. Nicht selten geben Sie wieder, was man so sagt. Sie spiegeln gesellschaftliche Konventionen wieder, kommen aber selten aus dem Herzen. Deshalb frage ich nach: „Was bedeutet für Sie Freiheit, Sicherheit, ein Haus?“ „Was ist anders als heute, wenn sie ein Haus haben? Welchen Unterschied macht das konkret für Sie?“ So nähern wir uns Schritt für Schritt dem Kern. Oft sind wir uns gar nicht bewußt, was wir wirklich wollen. Ich nenne es, das Ziel hinter dem Ziel.

Vordergründige Ziele kosten wertvolle Energie. Sinnvolle Ziele geben uns Energie. Wer glaubt, dass Geld ihm Sicherheit gibt, der wird viel Energie darauf verwenden, einen hohen Geldbetrag zu sparen. Ich habe immer wieder erlebt, dass dieser hohe Geldbetrag, wenn er erreicht ist, genau das Gegenteil von dem auslöst, was erhofft war. Statt ein Gefühl der Sicherheit schleicht sich Angst ein, das Geld (und damit die Sicherheit) wieder zu verlieren. Ein unsicherer Mensch bleibt ein unsicherer Mensch – mit und ohne Geld. Wahre Sicherheit kommt von innen.

 

Geld und Leben im Einklang

Häufig erlebe ich diese beiden Phänomene:

  • Ich treffe auf reflektierte Menschen, die sich mit der Frage, was Ihnen im Leben wichtig ist, intensiv auseinander setzen. Oft haben Sie aber keinen Zugang zum Thema Geld und zur Zahlenwelt der Finanzen.
  • Andere sind so mit Ihrem operativen Alltag beschäftigt, dass Sie die Frage, was ihnen wichtig ist, völlig verblüfft. Sie kennen sich oft sogar bei Finanzen recht gut aus und wissen viele Details. Die Frage, wofür Sie das tun, können Sie aber nur oberflächlich und technisch beantworten: gute Rendite, Altersvorsorge, Steuern sparen.

Ziele, die Menschen wirklich wichtig sind, haben eine andere Qualität:

  • Zeit für sich, für Partner, für Familie und Freunde haben.
  • Viele Menschen haben Herzensprojekte, wie ich es nenne.

Bringt Sie Ihr Finanzziel Ihrem Lebensziel näher?

 

geld_lebengeldvleben

 

Ihre Finanzziele machen dann Sinn, wenn Sie im Einklang mit Ihren Lebenszielen sind.

 

Wie finde ich heraus, was mir wichtig ist?

 Durch Beobachten:

  • Was uns wirklich wichtig ist, löst Emotionen aus. Wir sind erfüllt davon oder tief berührt. Dies können Sie sehen oder spüren:
  • Wann weitet sich die Brust?
  • Wovon können Sie stundenlang erzählen, ohne zu ermüden?
  • Was gibt Ihnen Energie?
  • Wo sind Sie in Ihrem Element?
  • Wonach sehnen Sie sich?

Folgen Sie den falschen Zielen, entsteht Spannung, die sich oft körperlich äußert (typisch Magen, Schulter, Blutdruck). Eine Dissonanz entsteht beispielsweise, wenn Sie etwas gegen Ihre Überzeugung tun (müssen).

 

Indem Sie darüber sprechen:

Mit Ihrem Partner, mit sich selber oder mit Ihrem Berater. Im Gespräch wird vieles klarer. In einer Partnerschaft braucht es gemeinsame Ziele und Freiraum für eigene Bedürfnisse. Suchen Sie sich einen Ort, wo Sie keiner stört. Nicht im Büro oder der Küche. Bewegung kann den Gedanken und dem Gespräch förderlich sein. Gehen Sie spazieren.

Durch Coaching: Ein Coach begleitet Sie professionell durch den Reflektions-Prozess. Mit wirkungsvollen Fragen und Interventionen verändert er Ihre Perspektive auf Ihr Problem und hilt Ihnen damit, Ihre Lösung zu finden. Coaches sind geschulte Beobachter. Dadurch, dass der Coach Ihnen Ihr Verhalten zurückspiegelt wird, wird Ihnen dies bewusst. So gibt ein Coach beispielsweise Feedback: „Ich habe beobachtet, dass Sie, als Sie über dieses Thema sprachen lebhaft wurden. Sie haben sich aufgerichtet und mir in die Augen geschaut. Bei dem anderen Thema, waren Sie in sich gekehrt.“ Das sind wichtige Hinweise. Wir sind oft so mit unseren Themen beschäftigt, dass uns beobachtbares Verhalten, nicht bewusst ist.

 

Wie finde ich heraus, was meinem Partner wichtig ist?

Finanzentscheidungen betreffen in einer Partnerschaft beide Partner und Ihr gemeinsames Leben.

Viele Paare haben einen „Finanzminister“, wie ich es nenne. Ein Partner überlässt, Finanzentscheidungen dem, der sich besser auskennt oder der das Geld verdient. Gerade, dann ist es wichtig und eine große Chance, darüber zu sprechen, was Ihnen wirklich wichtig ist und was Ihre Finanzziele damit zu tun haben. So verbinden sich beide Partner über die Ziele, ohne dass beide „Finanzexperten“ sein müssen.

Überraschungen inbegriffen. Wir leben mitunter Jahrzehnte lang zusammen, ohne zu wissen, wonach der andere sich sehnt:

  • ein Unternehmen zu Gründen
  • Kinder zu bekommen oder wieder in den Beruf einzusteigen
  • ein eigenes Heim oder ein Umzug in eine größere/kleinere Wohnung
  • den Kindern oder seinen Eltern nahe zu sein.
  • Herzensprojekte wie große Reise, ehrenamtliches Engagement oder ein Buch schreiben.

Solche Gespräche fallen nicht immer leicht, insbesondere, den richtigen Zeitpunkt und Rahmen zu finden. Daher kann es sinnvoll sein, sich professionelle Unterstützung zu holen.

 

Klarheit für die Umsetzung in die Praxis

Wenn Sie herausgefunden haben, was Ihnen im Leben wichtig ist, dann können Sie Ihre Ziele und Ihre Finanzentscheidungen darauf ausrichten. Fragen Sie sich einfach:

„Bringt diese Finanzentscheidung mich weiter in Bezug auf das, was mir wichtig ist?“

… und nicht

  • weil es andere tun, weil man es so tut oder Sie einem Impuls folgen (Wunsch, Tipp, Laune).

So gewinnen Sie Klarheit und die Schritte ergeben sich ganz logisch, wenn Sie den Weg in der richtigen Reihenfolge gehen.

 

zielreihe

Lebensziele und Finanzziele sowie die Beziehung zu Geld sind der Kern von Finanzcoaching.

Finanzziele und Strategie sind der Kern der Finanzplanung.

Finanzplaner haben einen Spruch, der lautet „Finanzplanung ist Lebensplanung„. Die Herausforderung besteht darin, die Beziehung zwischen Geld und Leben herzustellen.

 

„Es ist kaum möglich etwas zu verstehen, zu dem wir keine Beziehung aufbauen.“  Natalie Knapp

 

Was denken Sie?

 

Coaching: Warum ich Finanz-Coach bin

Haben Sie schon mal Ihr „Warum“ verloren? Gibt es etwas, dass Sie tun, weil Sie es schon immer getan haben, aber von dem Sie nicht mehr wissen, warum?

Gewohnheiten und Routinen bestimmen unser Leben. Der Status Quo gibt uns Sicherheit. Doch es gibt diese Momente, da fragen wir uns „Warum? Warum tue ich das, was ich tue? Möchte ich so weiter machen oder ist es Zeit, neue Wege zu gehen?“ Mir ist es vor einigen Jahren so ergangen, als ich beschloss meinen Job als Bankdirektor an den Nagel zu hängen und neue Wege zu gehen. Heute bin ich Finanz-Coach und habe mein „Warum“ wiedergefunden. Davon möchte ich Ihnen erzählen.

Was treibt mich an?

 

Unabhängigkeit – Eigenes schaffen

Meine Leidenschaft ist es, Menschen zu beraten. Mein Fachgebiet sind die privaten Finanzen. Immer habe ich versucht, Beratung zu verbessern und war doch nur ein Produktverkäufer. Denn gute Lösungen, so ein Glaubenssatz in der Finanzbranche sind Finanzprodukte. Die Enttäuschung war vorprogrammiert.

Interessenkonflikte ebenso. Wenn Berater Provisionen von Produktanbietern bekommen, dann sitzen die Anbieter der Produkte quasi mit am Tisch, zwischen Berater und Kunde. Klare Verhältnisse, 1:1, sorgen für Unabhängigkeit. Ich bin heute nur meinen Kunden verpflichtet. Denn nur von ihnen erhalte ich Geld für meine Leistung – direkt und transparent.

„Habe Mut, Dich Deines Verstandes zu bedienen“              Immanuel Kant

Es sind nicht vorgefertigte Antworten, sondern gute Fragen, die uns weiter bringen. Wer sich im Kreis dreht, der tut gut daran, die Perspektive zu wechseln. Ein Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ist der erste Schritt, etwas zu verändern. Meine Erkenntnis ist es, Lösungen nicht länger an Finanzmärkten zu suchen, sondern bei meinen Kunden. Ich frage sie: „Was brauchen Sie, um gut entscheiden zu können?“ Die Antworten sind so individuell, wie die Menschen. Sie sind abhängig von den Lebensumständen, den Erfahrungen und den Gewohnheiten jedes Einzelnen. Viele suchen unabhängigen Rat und oft kommt reflexartig die Antwort: „Ich suche das richtige Finanzprodukt.“ Doch frage ich nach, worum es ihnen wirklich geht, so sind es Verständnis, Wertschätzung, Zuspruch und Zeit. Ich helfe meinen Kunden, eigenständig zu entscheiden.

 

Mein Warum ist ein Wofür

Die Frage nach dem Warum ist eine beliebte Frage. Ich ersetze das Warum gern durch ein Wofür. Der Effekt ist verblüffend.

Die Frage Warum bringt uns in die Defensive. Sie ist rückwärtsgewandt und führt dazu, dass wir uns rechtfertigen. Sie konzentriert sich oft auf negative Aspekte. Natürlich ist meine Entscheidung hin zum Finanz-Coach und Finanz-Planer auch ein weg vom Produktverkauf.

Die Frage Wofür schaut nach vorn. Was möchte ich erreichen, was bewegen? Was ist mir wichtig? Nicht andere kritisieren, sondern es anders machen. Zeigen, dass es anders geht. Das ist meine Motivation.

  • Ich schaue nicht auf Finanzmärkte, sondern auf den Menschen.
  • Ich werbe nicht um Vertrauen, sondern vertraue in die Ressourcen meiner Kunden.
  • Ich spreche eine verständliche Sprache, statt Expertensprache.
  • Ich nutze bevorzugt Bilder, nicht nur Zahlen.
  • Ich versuche nicht Gefühle zu unterdrücken, sondern sie und ihre Botschaft wahrzunehmen.
  • Ich nutze Coaching (Fragen) alternativ zu Beratung (Expertenrat).

Coaching bietet Vorteile gegenüber Beratung

Es ist ungewöhnlich, Coaching zu Geld und Finanzen anzubieten. Coaching hat folgende Vorteile:

Motivation

Was nützt der beste Plan, wenn die Motivation fehlt Ihn umzusetzen. Nachhaltige Motivation kommt nicht von außen, sondern von innen. Wir kennen das aus unserer Erziehung. Selbst wohlgemeinter Rat stößt auf Widerstand. Ganz anders, wenn wir eigene Erkenntnisse erlangen. Lösungen, die wir selber finden, motivieren ungemein.

Passende Lösungen

Lösungen von Finanzberatern spiegeln oft stärker die Überzeugungen des Beraters wider als die Bedürfnisse ihrer Kunden. Viele Kunden verstehen ihre Produkte (Lösungen) nicht. Lösungen, die sie im Coaching selber entwickelten, sind klar und kommen aus der Welt des Kunden.

Eigenständigkeit

Meine Kunden stehen mitten im Leben. Als Finanzcoach vertraue ich in die Fähigkeiten meiner Kunden. Sie entdecken ihre Ressourcen und Potenziale. Das stärkt das Selbstvertrauen und gibt Zuversicht, Kraft und Energie.

Mein Coaching ist partnerschaftlich, wertschätzend und lösungsorientiert.

 

Partnerschaft auf Augenhöhe

Menschen berichten mir, dass sie sich bei Finanz-Beratern und in Banken klein vorkommen. Geht es Ihnen auch so? Der große Experte, die große Bank und der unwissende, kleine Kunde. Das ist keine gute Ausgangssituation für ein gutes Gespräch. Im Coaching ist das anders. Coach und Kunde begegnen sich auf Augenhöhe. Ich nenne meine Coachees Kunden, da Sie kundig sind. Sie sind die Experten für ihr Leben. Beide Seiten übernehmen Verantwortung – sowohl für ihr Tun als auch für die Beziehung.

Wertschätzender Umgang

Es geht nicht um Zahlen, sondern um Menschen. Jeder Mensch ist anders und lebt in seiner Wirklichkeit. Wertschätzend ist das Gegenteil von wertend.

Ein Zauber des Coachings liegt darin, dass Sie sein dürfen, wie Sie sind. Das Coaching bietet einen „geschützten Raum“. Sie können sich nicht blamieren und brauchen sich weder für Fehler noch für Ihre Gefühle zu schämen.

 

Lösungsorientiertes Handeln

Nicht das Problem, sondern die Lösung steht im Fokus. Ohne Ziel kein Coaching. Denn Coaching bedeutet, eine Lösung zu suchen, Potenziale zu entfalten. Es geht darum, den ersten kleinen Schritt zu tun, ganz konkret. Denn jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt.

Ich orientiere mich an den Standards der International Coaching Federation (ICF).

***

 

Den Schritt wagen

Ich lade Sie ein zu einem kleinen Gedanken-Experiment.

Schließen Sie bitte kurz die Augen und stellen sich die Frage: Wie wäre es?

  • Wenn ich den Gedanken wage, auf mein Herz und meinen gesunden Menschenverstand zu vertrauen und nicht auf das, was mir andere einreden?
  • Wenn ich den Gedanken wage, eigenständig und selbstbestimmt über meine Finanzen zu entscheiden? Souverän und gelassen.
  • Wenn ich den Gedanken wage, mein Geld anzuschauen, wie ein kleines Kind, voller Neugier und Wohlwollen. Was für ein Potenzial wohl darin steckt? Was könnte ich alles bewirken mit meinem Geld – für mich, für Menschen, die mir nahe stehen für die Gesellschaft in der ich lebe?

 

Kennen Sie Ihr „Warum“? Was treibt Sie an?

Stress: Bringt Ihr Geld Sie um den Schlaf?

Können Sie schlecht schlafen? Stress, Schlafstörungen, Verspannungen, Magenkrämpfe, steife Schulter, Antriebsschwäche – ist Ihnen in den Sinn gekommen, dass das mit Geld zu tun haben könnte?

Geld-Stress: Warum bringt Geld Menschen um den Schlaf? Das können Sie dagegen tun. Mehr erfahren:

 

Jeder lebt in seiner Welt

Als Geldlehrer in der 10. Klasse frage ich meine Schüler: „Was glaubt Ihr, bei welchen Menschen verursacht Geld Stress?“ Unisono antworten alle: Ist doch klar, Menschen mit Schulden. Dann erzähle ich ihnen meine Geschichte:

Als junger Bankkaufmann in den 80ger Jahren kam ich in die Abteilung für Vermögensanlage. Dort bediente ich eine vermögende Witwe. Sie löste Zinskupons im Wert von heute 10.000 Euro, ein. „Nicht schlecht“ dachte ich bei mir: “Die hätte ich auch gerne.“ Doch statt einer glücklichen Kundin saß vor mir ein Häufchen Elend und jammerte nur: „Ach Herr Schmidt, es ist furchtbar. So ein Stress. Jetzt muss ich schon wieder eine Entscheidung treffen, was ich mit dem Geld anfange.“

Ich verstand die Welt nicht mehr. Heute weiß ich, ich habe die Welt der Kundin nicht verstanden. In meiner Welt waren 10.000 Euro Zinsen eine Chance, in Ihrer Welt eine Bürde. Geld garantiert weder Wohlbefinden noch guten Schlaf.

 

Warum bringt Geld Menschen um den Schlaf?

 1. Echte Not

Wenn es objektiv hinten und vorne nicht reicht und Menschen nicht wissen, wovon Sie leben sollen. Das ist objektiv ein großes Problem, dass ich in diesem Artikel jedoch nicht behandele. Mir geht es hier um die individuell empfundenen Probleme.

 

  1. Geld als Spiegel unserer Seele

Geld macht etwas mit uns. Wenn Geld ins Spiel kommt, verändert sich etwas. Wenn es um den Preis geht, um ein Erbe, eine Gehaltserhöhung, die Frage wer mehr verdient … All diese Themen lösen etwas aus. Sie führen zu Stress und Spannungen. Sie vergiften die Atmosphäre. Warum reagieren wir so sensibel auf Geld und agieren oft so unsensibel damit? Die verblüffende Antwort lautet: Weil es gar nicht um Geld geht.

Warum reagieren wir sensibel auf Geld und agieren unsensibel damit? Weil es gar nicht um Geld geht.

 

Geld dient als Projektionsfläche unserer Hoffnungen, Sehnsüchte genauso wie unserer Ängste, Sorgen und Befürchtungen. Wir machen unser Glück an Geld fest:

  • Wenn ich eine Million hätte, dann wäre ich wer.
  • Wenn ich mehr verdiene als mein Bruder, dann ist mein Vater stolz auf mich.
  • Wenn ich keine Gehaltserhöhung bekomme, bin ich ein Versager.
  • Wenn mein Kunde meinen Preis nicht akzeptiert, ist das mangelnde Wertschätzung.

Sie erkennen leicht, – so Sie nicht selber betroffen sind – dass es sich um Hoffnungen und Befürchtungen handelt. Was tatsächlich ist, kann sich davon erheblich unterscheiden. Nachts macht sich der Stress durch Schlafstörungen bemerkbar. Wir kommen nicht zur Ruhe, wälzen Probleme oder träumen schlecht und schlafen unruhig.

 

  1. Rastlosigkeit

Der schnellste Weg unglücklich zu sein, ist es, sich mit anderen zu vergleichen“

Geld verbinden wir mit Leistung. Es dient dem Vergleich.

  • Wer bekommt mehr!
  • Wer hat mehr!
  • Wer ist mehr?

Entscheidungen bringen viele um den Schlaf. Sich für A zu entscheiden, bedeutet B abzuwählen. Was aber, wenn B doch besser gewesen wäre oder ein noch besseres C auftaucht? Zufriedenheit stellt sich so nicht ein. Statt dessen Unruhe, Unsicherheit, Stress und Rastlosigkeit.

 

  1. Verlustaversion

Wer in der Forbes-Liste der reichsten Menschen auf Platz Fünf steht muss nicht nur mit dem unerträglichen Gedanken klar kommen, dass noch vier vor ihm sind. Er muss auch fürchten, zurückzufallen und Vermögen zu verlieren. So denken nicht nur Superreiche. Gerade im Mittelstand ist die Angst vor Wohlstandsverlust und ein Abrutschen weit verbreitet.

Verluste wiegen doppelt. So hat Daniel Kahneman in seinem Buch „Schnelles denken, langsames Denken“ herausgefunden. Ein Verlust wiegt doppelt so stark wie ein Gewinn.

Wir meiden daher Verluste. In Form von Befürchtungen durchleiden viele Menschen Verluste, die gar nicht eingetreten sind.

 

  1. Kontrollverlust

Finanzthemen sind komplex und abstrakt. Sie zu verstehen fällt vielen schwer.

Viele Probleme der Komplexität sind hausgemacht. Wir kaufen Finanzprodukte, die wir nicht kennen, nicht verstehen und nicht einschätzen können.

  • Weil Sie im Trend sind,
  • weil Sie angeboten werden,
  • weil Sie ein „Schnäppchen“ sind,
  • weil andere Sie auch haben,
  • weil sie Steuern sparen,
  • weil man ja was tun muss, …

Zu selten kaufen wir Finanzprodukte, weil wir ein Ziel haben und ein Konzept und diese Finanzprodukte dies gut umsetzen. Der Preis ist Kontrollverlust. Auch wenn wir es verdrängen. Unser Unterbewusstsein registriert das dünne Eis auf dem wir uns bewegen.

 

Was können Sie tun gegen Geld-Stress?

 

  1. Nehmen Sie körperliche Symptome ernst

Kein Geld der Welt ist es wert, davon krank zu werden. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Zeigen sich bereits gravierende Stress-Symptome, suchen Sie Hilfe bei einem Therapeuten.

 

  1. Klären Sie Ihre Beziehung zu Geld

Werden Sie sich bewusst, was Geld für Sie ist. Welche Glaubenssätze prägen Ihr Handeln und Ihre Gedanken. Unsere Einstellung zu Geld wird in der Kindheit geprägt. „Über Geld redet man nicht.“ Sagt ein Sprichwort. Doch Kinder haben feine Antennen. Immer wenn Geld ins Spiel kommt, verhalten sich die Erwachsenen anders. Das prägt.

Wie viele Glaubenssätze über Geld schleppen Sie mit?

 

  1. Klären Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft

Finanzielle Risikobereitschaft ist ein relativ konstantes Persönlichkeitsmerkmal. Treffen Sie Finanzentscheidungen, die zu Ihrer persönlichen Risikobereitschaft passen. Versuchen Sie nicht Ihre Risikobereitschaft den getroffenen Entscheidungen anzupassen.

Treffen Sie Finanzentscheidungen mit einem Partner? Haben Sie die gleiche Risikobereitschaft? Das ist die Ausnahme. Häufiger gibt es deutliche Unterschiede. Klären Sie, wie Sie damit umgehen:

  • Getrennte Kassen
  • Bewusster Kompromiss
  • Risikobegrenzung beim Einsatz
  • Absicherungsstrategien

Klären Sie das nicht, wird das Geldproblem zum Beziehungsproblem.

 

  1. Halten Sie die Dinge einfach

Was ist das Wesentliche? Was wollen Sie erreichen?

Passen Sie auf, dass es Ihnen nicht so geht wie mir bei meinem ersten Smart Phone. Ich brauchte nur ein neues Handy zum Telefonieren. Der Verkäufer zeigte mir lauter tolle Funktionen. Am Ende hatte ich ein Handy was viele tolle Dinge kann, nur die Sprachqualität war mies. Ich hatte mein Ziel aus dem Fokus verloren.

Treffen Sie eine Grundsatzentscheidung mit der Sie gut leben können. Und entscheiden Sie falls erforderlich in einem zweiten Schritt was Sie optimieren. Bedenken Sie, dass Optimierung oft die Komplexität erhöht. Kontrollverlust droht.

 

  1. Erweitern Sie Ihre Handlungsoptionen

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Albert Einstein

Wer glaubt, ein Problem lösen zu können, indem er alles so weiter macht wie bisher, der irrt. Je mehr Handlungsoptionen Sie haben, je angemessener können Sie auf Situationen reagieren. Handlungsoptionen geben Ihnen Freiheit und eröffnen Chancen. Sie erhöhen Ihr Selbstwertgefühl. Sie gewinnen Zuversicht, auch mit unerwarteten Situationen klar zu kommen. Wer an alle Probleme gleich rangeht, ist beschränkt in seinen Möglichkeiten und fürchtet sich zu Recht vor unerwarteten Situationen.

In Bezug auf Geld bedeutet dies, sowohl sparsam sein zu können als auch großzügig. Geld bewusst zu empfangen und bewusst auszugeben. Der Geizige kann nur Festhalten. Dem Verschwenderischen zerrinnt das Geld in den Fingern.

 

  1. Verschaffen Sie sich Überblick

Dazu dient eine Finanzplanung. Sie beginnt mit einer Bestandsaufnahme

  • der Personen und Beziehungen
  • der Vermögenswerte
  • der Zahlungsströme
  • der Chancen und Risiken.

Zuerst Ihre Ziele, es folgt eine Analyse und dann ein Konzept. Die Umsetzung ist unabhängig hiervon.

 

Was ist Ihr Stress-Faktor bei Geldthemen? Wie gehen Sie damit um?