1.200 Euro in zwei Stunden gespart – Das können Sie auch

1.200 Euro weniger ausgeben, Jahr für Jahr – und das ohne das Ihnen etwas fehlt. Wie wäre das? Geht nicht? Das habe ich auch gedacht. Doch genau das war das Ergebnis von meinem „Frühjahrsputz bei meinen Finanzen“.  Warum immer nur die Wohnung putzen, unsere Finanzen haben es genauso nötig. So manches setzt da Staub an.

1.200 Euro in zwei Stunden gespart - so wird es gemacht Klick um zu Tweeten

Los geht es:

Holen Sie sich Ihren Ordner mit den Kontoauszügen oder rufen Sie diese online ab und drucken sie aus. Am besten nehmen Sie alle Auszüge von 2016. Legen Sie sich einen Textmarker zum Markieren und ein Blatt und Stift zum Notieren bereit. Noch ein Glas, Wasser, einen Tee oder ein Glas Rotwein und die Schatzsuche kann beginnen. Gehen Sie nun Posten für Posten durch.

 

Was suchen wir?

Gesucht sind Ausgaben, die Sie einsparen, ohne auf etwas (Leistung, Nutzen, Spaß) zu verzichten.

Hier ein paar Beispiele zur Anregung:

  1. Abos von Zeitschriften, Zeitungen und Onlinekursen, die Sie nicht oder selten nutzen.

Zahlen Sie noch für Abos von Zeitschriften, die Sie kaum mehr lesen?

  • das Spotlight Magazin vom Englischkurs vor acht Jahren?
  • die Tageszeitung mit den Nachrichten von gestern?
  • den Onlinekurs zur Flatrat, die jeden Monat abgebucht wird?

2. Beiträge zu Vereinen, wo Sie nicht mehr aktiv sind.

  • die Mitgliedschaft im Verein des Ortes, wo Sie seit fünf Jahren nicht mehr wohnen?
  • den Beitrag zum Schulförderverein der Schule Ihrer Kinder (die heute 30 Jahre und selber Eltern sind)?
  • den Beitrag zum Fußballverein in dem Sie seit Jahren aufgrund Ihres Alters nicht mehr spielen?

3. Sollzinsen für Überziehungen.

  • Ist Ihr Konto immer mal wieder im Soll? Dann überlegen Sie, muss das sein? Ich sehe immer wieder Konten, die laufend im Soll sind, obwohl auf anderen Konten (Sparkonto, Festgeld, Tagesgeld) Geld rumliegt. Sie zahlen für Kredit, den Sie nicht brauchen.
  • Sogenannte echte Kreditkarten: Während normale Kreditkarten mit einer monatlichen Abbuchung ausgeglichen werden, bleibt auf echten Kreditkarten ein Saldo stehen. Das kostet hohe Zinsen. Meiden Sie diese Variante.

 

Einen Blick tiefer

Zahlen Sie bestimmte Rechnungen mit variablen Beträgen regelmäßig, z.B. für Telekomunikation. Das ist mir kürzlich aufgefallen: Ich zahle über meine Telekom-Rechnung schon vier Monate lang 5,89 Euro für eine App, die ich nicht einmal kenne.

Zahlen Sie Beiträge immer monatlich? Dann prüfen Sie doch mal, ob auch jährliche Zahlung möglich ist. Viele Verträge ermöglichen jährliche Zahlung und gewähren dafür einen Rabatt zwischen 3-10 % p.a..

 

Teure Vorsätze

Unsere guten Vorsätze lassen wir uns etwas kosten. Der Klassiker ist das Fitnessstudio, wo Sie zweimal im Jahr trainieren (kurz nach Neujahr und kurz vor dem Sommerurlaub). Diese Positionen haben es in sich. Warum kündigen wir diese nicht einfach?

Grund ist eine verquere Logik. Wir setzen darauf, dass der hohe Beitrag uns „motiviert“ öfter trainieren zu gehen. Sind erst mal nicht mehr angemeldet, so fürchten wir, fehlt jede Motivation zum Training. Doch stimmt das?

Prüfen Sie es nach. Schauen Sie in Ihren Kalender oder fragen Sie im Studio nach. Wie oft waren Sie im letzten Jahr trainieren? Und dieses Jahr? Waren es weniger als zehnmal? Dann machen Sie sich etwas vor mit Ihrer Hoffnung, der Beitrag sei ein Motivator. Kündigen Sie den Vertrag und suchen Sie sich ein Hobby wo Ihnen Bewegung Spaß macht.

Das Konto und der Kalender sagen die Wahrheit. Klick um zu Tweeten

 

Teure Optionen

Einige Mitgliedschaften haben Hürden. Da ist der teure Golf- oder Business-Club. Bei Eintritt haben wir eine hohe Aufnahmegebühr bezahlt und brauchten Referenzen, um aufgenommen zu werden. Davon trennt man sich ungern. Selbst wer nicht mehr hingeht, weil umgezogen oder anderweitig verhindert, zögert sich abzumelden. Was wäre, wenn … ich wieder hingehen wollte, könnte?

Realistisch betrachtet ein teurer Spaß, werden doch die Beiträge regelmäßig fällig.

 

Teure Anschaffungen

Achten Sie bei der Durchsicht der Kontoauszüge einmal auf Ihre Anschaffungen.

  • Haben Sie Teures angeschafft, dass Sie nicht nutzen?
  • Kaufen Sie Dinge immer wieder, obwohl Sie schon so viel davon haben? (Schuhe, Taschen, Bücher, Krawatten)

Wir kaufen oft aus Gewohnheit oder aus Frust. Das wirkt nur kurz und kostet auf Dauer viel Geld mit dem wir uns etwas wirklich Schönes gönnen könnten (Urlaub, Konzert, Bild).

 

Fazit

Wer Übersicht über seine Finanzen hat, spart Geld, das er gezielt einsetzen kann. Klick um zu Tweeten

 

Ich bin sicher, auch Sie werden fündig. Hier mein Ergebnis:

Insgesamt 1.200 Euro, die ich jährlich spare.

Natürlich gibt es noch weitere Sparmöglichkeiten wie

Es steht Ihnen frei, auch dieses Potenzial zu heben. Ich bin aber sicher, die leichten Posten (Ausgaben ohne Nutzen) werden Ihnen schon schöne Erfolge bescheren.

Wer richtig gründlich aufräumen möchte, der führe ein Haushaltsbuch. Das geht heute schon per App. Hier finden Sie einige Anregungen dazu.

Je seltener Sie Ihre Finanzen anschauen, je höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie fündig werden. 😉 Probieren Sie es aus!

 

Geld mit Sinn

Wer dafür sorgt, Geld nicht für sinnlose Dinge auszugeben, der hat Geld zur Verfügung, dass er für sinnvolle Dinge nutzen kann.

Was ist das für Sie? Wovon haben Sie einen echten Nutzen? Was macht Sie glücklich? Haben Sie einen Plan, wofür Sie Ihr Geld einsetzen wollen?

Einige Ideen, die nachhaltig wirken:

  • Schulden tilgen
  • Arbeitskraft absichern
  • Für später vorsorgen
  • Einem lieben Menschen schenken
  • Für einen guten Zweck spenden

 

„Sinnvoll ist, was uns wirklich berührt.“ Natalie Knapp

 

Nun bin ich aber gespannt. Berichten Sie gerne im Kommentar:

  • Welche Entdeckungen haben Sie gemacht?
  • Wofür wollen Sie Ihr zusätzliches Geld einsetzen?

 

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